ROKO. Mehr als Schule
50 Jahre ROKO

Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, E-mail: Sekretariat@rokodeg.de

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Als Ersatz für den ausgefallenen "Tag der offenen Tür" 2020: Eine kurze Vorstellung des RoKo als Film bzw. als pdf .

In dulci jubilo


Weihnachtskonzert am RoKo vermittelt Freude am Fest des Herrn

Dass Weihnachten keine Jahreszeit, sondern ein Gefühl ist (und sogar noch viel mehr als das), das ist eine Weisheit, die in unseren Tagen leider weit weniger verbreitet ist als gemeinhin gut tun würde. Gut ist es deshalb umso mehr, wenn man Kinder hat, die eine Schule besuchen, an der sie mit Gefühlen durchaus etwas anzufangen wissen, wo Menschen sich begegnen anstatt aneinander vorbei zu leben und wo sogar schon die Siebtklässler wissen: „Weihnachten ist doch für uns da!“ Stellvertretend für ihre Jahrgangsstufe sowie für ihre ganze Schulfamilie führten Lana Hussein, Katharina Kroiss, Emma Rauh, Alexandra Renz und Moritz Bomhard (alle 7a) durch einen Abend, der den anwesenden Eltern, Familienangehörigen und Gästen aus dem öffentlichen Leben die Freude am Weihnachtsfest zu vermitteln wusste. Wer braucht schon Einkaufsstress, wer braucht schon altüberkommene Plattitüden über den künstlich generierten Weihnachtskonsum oder gar blanken Zynismus über unsere Rolle in der modernen Online-Gesellschaft – wenn man sich doch einfach in süßer Freude dem kleinen Sonnenschein zuwenden kann, der uns aus der Krippe ohne jeden Vorbehalt liebevoll anlächelt und uns so nimmt, wie wir halt nun mal sind?
Und damit auch wirklich jeder diese Botschaft nicht nur hört, sondern auch verstehen kann, wandten sich die vom Weihnachtsgeist gepackten Schulmusikanten in gleich mehreren Sprachen an ihr Publikum, sei es mit „Adiemus“ von Karl Jenkins, „The Polar Express“ von G. Ballard, mit dem französischen Volkslied „Il est né le divin enfant“ oder dem bairischen Stück „s’is Advent“ von L. Maierhofer. Das Hauptlied des Abends, das in mehreren Variationen dargebotene „In dulci jubilo“ (welches am Schluss nicht nur alle Musizierenden zusammen, sondern auch und sogar die Konzertbesucher mit anstimmten), wechselte zudem beständig zwischen Deutsch und Latein, was natürlich auch dem gymnasialen Charakter der „Kochler“ und ihrer Schule entgegenkam – einem Charakter, der ebenso wie bereits in den vergangenen Jahren für einen beeindruckenden Zulauf an Zuhörern sorgte: Die Aula mitsamt Erweiterungsräumen im Erdgeschoß und Brüstung im Obergeschoß platzte buchstäblich aus der allerletzten Naht.
Die knapp zweieinhalbstündige Einstimmung auf die heilige Zeit zeigte sich gewohnt abwechslungsreich auch hinsichtlich der daran beteiligten Gruppen; das Orchester spielte eine Sinfonie von G.B. Sammartini auf, der Unterstufenchor und die Junior Band gaben ihre schmissigen Weisen zum Besten, die Streicher- und die Bläserklasse riefen die bereits sprichwörtlich gewordenen „Kinderlein“ mit ihren Instrumenten zu einer weißen Weihnacht zusammen; der Lehrerchor, der Kammerchor und der Große Chor sangen von entsprungenen Rosen (nicht Rössern!), von sich noch immer ereignenden Wundern und dem Jubel der Engel. Das Kammerorchester, die Big Band und das Ensemble Q11/12 boten von Mozart bis Led Zeppelin ihren jeweiligen Beitrag zu einem „Stairway to Heaven“, den zu besteigen ein jeder von uns eingeladen ist.
Die Blumen zum Abschluss des rundum gelungenen Konzerts gab es schließlich für die verantwortlichen Musiklehrer Margit Kink, Isabella Wiedemann, Oliver Kellermeier, Mariusz Szyper und Andreas Stich, die sich nicht nur in wochenlanger Vorbereitungsarbeit für ihre Schülerinnen und Schüler eingesetzt hatten, sondern zusammen mit ihnen einmal mehr beweisen konnten, dass das Robert-Koch-Gymnasium weitaus mehr ist als nur eine notwendige Durchlaufstation zwischen Übertrittszeugnis und Studium. Denn wo Menschen einander begegnen, da ist nicht nur Friede, da ist auch Weihnachten.

Verfasser: Ernst Schütz,