Herzlich willkommen am RoKo
Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, email: Sekretariat@rokodeg.de

Geschichtenwettbewerb der Schülerzeitung

Weil sie andere mit ihrer Schreibfreude anstecken wollten, hatten die Redakteure der Schülerzeitung bereits im März zur Teilnahme an einem hausinternen Geschichtenwettbewerb aufgerufen. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen waren eingeladen, sich durch folgende Schlüsselbegriffe inspirieren zu lassen: Magnet, Monster, Schlüsselloch und Tu’s nicht! Als Preise winkten neben der Veröffentlichung in der Schülerzeitung auch noch Büchergutscheine der Firma Pustet. Aus den eingereichten Texten konnten die Geschichten von Eva Trum (6d), Jana Gaschler (6a) und Lukas Ziermann (Q11) am meisten überzeugen. Alle anderen Teilnehmer bekamen als kleines Dankeschön für ihre Texte jeweils einen Gutschein für eine kostenlose Ausgabe der neuen Schülerzeitung. Wer die drei Siegergeschichten lesen möchte, muss sich aber noch ein bisschen gedulden. Sie werden in der Schülerzeitung erscheinen, die traditionell beim Roko-Sommerfest im Juli verkauft wird.
Redakteure der Schülerzeitung mit den Teilnehmern und Preisträgern
Verfasser: R. Zeitlhöfler,

fair future 2019

Klimakrise und mehr Mitmenschlichkeit

Auf der nunmehr vierten fair future Gala zeigte sich, dass das Motto der Initiative „nachhaltig handeln – Solidarität zeigen“ 2019 an Brisanz sogar noch zugelegt hat. Mittlerweile kommt es zu weltweiten Demonstrationen von Schülern für den Klimaschutz und Integration bzw. Unterstützung für unsere Nächsten in der einen Welt ist ohnehin ein Dauerthema.
Das vielfältige Programm, durch das Lara Geiger als eine Avatar in eindringlicher Weise moderierte, griff genau diese Zeitphänomene in den Beiträgen zu Ernährungsverhalten und Mikroplastik im Hausgarten auf. Jonas Andrä und Marco Artmeier präsentierten ihre Reportage zu biologisch-regional erzeugten Lebensmitteln und Laura Kerschl informierte zusammen mit Nils Tietze darüber, dass man selbst im heimischen Gemüsegarten mit Mikroplastik in eigenen Tomaten rechnen sollte.
Elias Sagerer äußerte in seiner Präsentation zum Thema CO2 Ersparnis Verständnis für Verbraucher, indem er aufzeigte, wie tückisch und schwierig heutzutage eine klimaneutrale Lebensweise ist. Um wirkungsvoll CO2 Einsparungen leisten zu können, dürfen Fahrten, Einkäufe und Reisen nicht unüberlegt getätigt werden.
Auf die zweite Säule des fair future Teams, Solidarität zeigen, konzentrierten sich die Beiträge im anschließenden Teil des Abends. Dass Kinder in manchen Ländern an Kleber schnüffeln müssen, um trotz Hunger, Angst und Ratten nachts auf kalten Böden schlafen zu können, zeigten Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 6d in ihrem kurzen Theaterstück „Straßenkinder“. Als Unterstufe ebneten sie sich auf mehrfache Weise schnell den Weg zum Publikum: unschuldig, süß und wahnsinnig engagiert nahmen sie ihre Rollen als Straßenkinder ein, eröffneten mit dem Appell von Martin Luther King „I have a dream“ ihrer Vorstellungen von einer besseren Welt und zeigten in ihren Wünschen für den Planeten, wie wir alle zu dieser Verbesserung beitragen können; der Schlüssel erschien einfach und deshalb so schwer: Mäßigung lautet das Zauberwort. Wenn alle ihre Bedürfnisse überdenken und bereit sind zu Mäßigung und Teilen, werden ärmere Regionen der Welt weniger ausgebeutet und der CO2 Ausstoß reduziert sich obendrein.
Diese Beiträge wurden von Auftritten der Showturner begleitet, die mit ihrer Choreo zu „never give up on your dreams“ der Botschaft der Straßenkinder Nachdruck verliehen. Auf drei Ebenen zeigten die zwanzig Turnerinnen und Turner ihr Können, und dem Zuschauer fiel es manchmal schwer dem Lichtkegel, und damit den neuen Turnaktionen zu folgen. Ein Feuerwerk der Turnkunst mit meist gestreckten Zehen. Der Auftritt von zwei Solistinnen aus der Gruppe, Lisa Vogl und Anna-Lena Nothaft, zeigte auf eindrucksvolle Weise wie schwierig der Widerstreit von Handeln und besserem Wissen sein kann. „Schwarz und Weiß“ nannten die beiden Schülerinnen aus der 10. Klasse ihr Stück und stellten diese Gegensätze in ihrer Choreo dar.
Luisa Caselitz erläuterte das von ihr initiierte Besuchsprogramm für alte Menschen „zamm kemma“, eine Kooperation mit dem Donau-Isar-Klinikum.
Das äußerst straffe Programm des kurzweiligen Abends endete mit dem Stück „Deggendorf fährt Taxi“, einer Gemeinschaftsproduktion von Schülerinnen und Schülern des Wahlunterrichts „Umweltschule mit Courage“ mit dem Netzwerk für kulturelle Vielfalt e.V.. Der erste Vorsitzende, Cem Yasinoglu, spielte hierbei sich selbst als Teilzeit Minijob Taxifahrer und das Publikum erhielt Einblick in Alltagsrassismus am Beispiel von drei Szenen, die sich so ähnlich auf seinen Fahrten in Deggendorf zugetragen haben. Egal, ob zwei alte Damen auf dem Weg zur Kirche nicht in ein Taxi steigen wollen, das ein „Ausländer“ fährt, ob eine Sekretärin ihre eigenen Vorurteile in Stereotypen zur türkischen Lebensweise äußert (der türkische Mann ist äußerst auf Hygiene bedacht), oder ob zwei junge Männern finden, dafür dass Cem aussehe wie ein „IS-Typ“, könne er „echt gut Taxi fahren“ – in all diesen Beiträgen wurde dem Publikum auf witzige, aber eindrückliche Weise vorgeführt, wie Vorurteile und Rassismus im Alltag auftreten.
Die Darstellerinnen und Darsteller erhielten viel Lob und Bestärkung für ihr wichtiges Anliegen für Gemeinwohl und Klimaschutz. Wie bei jeder fair future Gala werden auch dieses Jahr die Spenden des Abends in vollem Umfang von 601.50 Euro an die Partnerschule und Kinderheime von Marie Josée Laguerre auf Haiti gespendet.
Das fair future Team um Angela Fürstenau und Sonja Würf wurde in diesem Jahr durch Vernonika Bahle tatkräftig unterstützt, die den Beitrag zum Thema „Mikroplastik im Hausgarten“ mit der Klasse 10a vorbereitete.

Verfasser: Sonja Würf,

Eine Schule, wie man sie sich wünscht

Tag der offenen Tür lockte viele Neugierige ans Robert-Koch-Gymnasium

Eine Arche, um der Flut zu entrinnen – so hätte heuer der Wahlspruch für die Schulfamilie des Robert-Koch-Gymnasiums für ihren Tag der offenen Tür lauten können: Just an jenem Vormittag des 16. März nämlich zwangen die aus dem Untergrund der Egger Straße hervorberstenden Wassermassen des Tau- und Regenwetters die interessierte Öffentlichkeit dazu, sich über Umwege ihrem Ziel zu näheren, welches dafür aber umso mehr wie eine heimelige Zuflucht wirkte, die nicht nur erforscht, sondern auch sichtlich genossen wurde. Umgeben von Schülern und Lehrern gleichermaßen, konnten sich die Besucher hier vor Augen führen lassen, was „das Koch“ und, noch viel wichtiger, „die Kochler“ ausmacht, die sich einmal mehr mit ihrer intakten Schulgemeinschaft vorstellten und offen auf ihre Besucher zugingen.

Schulleiter Heinz-Peter Meidinger hatte es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, die in wiederum großer Anzahl erschienenen Kinder mit ihren Eltern persönlich zu begrüßen und freute sich, nicht nur das Haus, sondern auch dessen pädagogisches Angebot sowie dessen außerunterrichtliche Bildungsangebote vorzustellen. Umrahmt von den ebenso professionell wie anregend dargebotenen Musikstücken der Bläser und Streicher und zum Staunen angeregt durch die Showturnergruppe, ließen sich die vielen Mütter und Väter gerne informieren über das hier intensiv genutzte Angebot der offenen Ganztagsschule, welche es arbeitstätigen Eltern ermöglicht, ihre Kinder an allen Tagen der Woche verpflegen und kostenlos von einer Nachmittags- und Hausaufgabenbetreuung unterstützen zu lassen. Ganz gleich ob innerhalb des mathematisch-naturwissenschaftlichen oder des wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Zweiges, besteht für die Schülerinnen und Schüler zudem die Möglichkeit von dem Angebot „Schüler helfen Schülern“ Gebrauch zu machen, und auch das aus Schülerinnen und Schülern der Mittel- und Oberstufe bestehende Tutorenprogramm sorgt insbesondere während des ersten Jahres am Gymnasium für ein sicheres und unbekümmertes Einleben in eine Schulform, die oftmals nicht nur für die Viertklässler selbst eine neue Erfahrung darstellt, sondern eben auch für viele Eltern.

Zwei Besonderheiten des Robert-Koch-Gymnasiums sorgen darüber hinaus in jedem Jahr für besonderes Interesse, nämlich die Einrichtung sowohl einer jeweils freiwilligen Theater- als auch einer Fußballklasse ab der fünften Jahrgangsstufe. Welch beeindruckende Leistungen daraus entstehen können, davon konnten sich die großen wie die kleinen Besucher auch gleich selbst überzeugen, entweder als Teil einer Führungslinie durch das Haus oder bei einer individuellen Erkundung desselben. Die Aufführungen der Theatergruppen und –klassen boten mit ihrer aufgepeppten Version von Hänsel und Gretel oder von Schneewittchen einen visuellen Leckerbissen, der das Kopfkino der Zuschauer noch eine Weile befeuern wird. Die Fußballer indes zeigten ihr Können in den Sporthallen, wohin vor allem die Jungs ihre nicht minder dezent aus den Augenwinkeln strahlenden Papas gezerrt hatten. Über die Schwerpunkte der einzelnen Unterrichtsfächer von Mathematik über Deutsch, Englisch, Latein und Französisch bis hin zur Geographie und Biologie informierten die Ausstellungen und Darbietungen der Lehrer und Schüler in einigen ausgewählten Klassenzimmern, welche meistens auch eine kleine Sensation für sich darstellten – konnten dort doch überall die immer noch nagelneuen Smartboards sowie überhaupt die komplette digitale Ausstattung der Schule unter die Lupe genommen werden, ebenfalls zur Freude nicht nur der Kinder.

Als wahre Publikumsmagneten erwiesen sich erneut die stets bis zum letzten Sitz- und Stehplatz besetzten Vorführungen der Naturwissenschaften. Die Oberstufenschüler der Physik setzten mit ihren Experimenten die Naturgesetze scheinbar außer Kraft, indem sie Essiggurken zum Glühen und Chipsverpackungen zum Explodieren brachten und ihren nur allzu opferbereiten Lehrer als Stromableiter benutzten. In der Chemie wurde echtes Geld „gewaschen“ (ein Schelm, wer Böses dabei denkt!) und in der Biologie ließen die Mikroskope die angehenden Gymasiastinnen und Gymnasiasten in eine Welt eintauchen, die sie so noch nicht gesehen hatten. Tüftler und Bastler konnten sich im Löten von Taschenlampen versuchen. Wer davon noch nicht genug hatte, konnte sich in den Räumen der Kunsterziehung mit marmorierten Osterei-Kreationen beschäftigen oder schlicht und einfach die Verköstigung durch die Schülermitverantwortung (SMV) genießen.

Die Einschreibung für das kommende Schuljahr findet von Montag, 6. Mai, bis Donnerstag, 9. Mai, jeweils zwischen 8.30 Uhr und 17.00 Uhr, sowie am Freitag, 10. Mai, von 8.30 Uhr bis 13.00 Uhr statt. Die Einschreibungsformulare können auf der Homepage des Robert-Koch-Gymnasiums bereits vorab ausgefüllt werden: www.robert-koch-gymnasium.de
Verfasser: Dr. Schütz Ernst,

1. Preis bei bayernweitem Filmwettbewerb

Schüler des Robert-Koch Gymnasiums gewinnen 1. Preis bei Filmwettbewerb und Reise zum fränkischen Schloss Weissenstein

Deutschlandweit waren im Sommer Schulen aufgerufen worden, Videos zu drehen, die sich mit Schlössern und Burgen im Allgemeinen und der einstigen Esskultur im Besonderen auseinandersetzen. Jetzt stehen die Gewinner und ihre Gewinne fest. Der 1. Platz ging an eine Schülergruppe des Deggendorfer Robert-Koch Gymnasiums. Die Klasse darf nach Pommersfelden fahren. Mit ihr freuen sich die betreuenden Lehrkräfte Petra Keller und Susanne Loring.
Das Projekt „Zu Tisch! Genießen in Schlössern und Gärten“ wurde vom Verein „Schlösser und Gärten in Deutschland e. V.“ Ende 2017 als Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr SHARING HERITAGE 2018 ins Leben gerufen. Ziel war es, einer breiten Bevölkerungsschicht die Ess- und Trinkkultur in den Schlössern, Burgen, Klöstern und herrschaftlichen Gärten näherzubringen und zu zeigen, dass es sich um eine jahrhundertelang gewachsene europäische Kultur handelt. Um auch die junge Generation an dieses Thema heranzuführen, wurden Schulen dazu aufgerufen, entsprechende Videos zu drehen.
Die Schüler sollten sich zum Beispiel überlegen, was durch die Jahrhunderte auf ihrer Lieblingsburg gegessen und getrunken wurde oder was sie selbst beim Besuch dort gern gegessen oder getrunken haben. Sie konnten aber auch eine europäische Burg in Minecraft, als Lego- oder Sandburg nachbauen und dabei filmen, oder einfach erzählen, was sie an „ihrer“ Burg oder „ihrem“ Schloss toll fanden. Die Antworten durften auf Deutsch oder in einer anderen europäischen Sprache gegeben werden.
Sieger des Wettbewerbs wurde die Klasse 8b des Robert-Koch Gymnasiums (Schuljahr 2017/18). In verschiedenen Sprachen entstanden Moderationstexte (Lukas Reitberger und Moritz Wild) und sogar mit Drohne (Fabian Kammermeier) hatte die Klasse im nahen Schloss Egg gedreht, ihre Eindrücke filmisch präsentiert (Max Blöchinger, Moritz Etemad, Johannes Meister, Lukas Reitberger, Manuel Taiber und Moritz Wild), aufgenommen und geschnitten (Fabian Kammermeier). Als Belohnung für ihren Filmbeitrag darf sie demnächst in das repräsentative Barockschloss Weissenstein im fränkischen Pommersfelden reisen. Dort wird sie tief in die Pracht eintauchen, die der Bauherr Lothar Franz von Schönborn, Fürstbischof von Bamberg und Kurfürst von Mainz, sowie nachfolgende Generationen der Familie v. Schönborn entfalteten.
Das preisgekrönte Video ist auf dem gleichnamigen YouTube-Kanal des Projekts „Zu Tisch! Genießen in Schlössern und Gärten“ zu sehen.

Über die tolle Platzierung freuen sich ( von links ): Fabian Kammermeier, Max Blöchinger, Moritz Wild, Lukas Reitberger und Manuel Taiber
hinten links: Johannes Meister, Moritz Wild, Moritz Etemad und Max Blöchinger vorne links: Manuel Tauber, Fabian Kammermeier und Lukas Reitberger
Verfasser: Loring S.,

Gegenbesuch der Austauschpartner aus La Réunion

Besuch der Austauschpartner aus La Réunion (16.02. – 01.03.)
Der lang ersehnte Gegenbesuch unserer neuen Austauschpartner wird bei schönstem Winterwetter ein voller Erfolg

Seit unserer Rückkehr aus La Réunion im November, wo wir unserer neuen Partnerschule in La Rivière-Saint Louis den ersten Besuch abgestattet hatten, fieberten wir dem Gegenbesuch unserer Partner entgegen. Die Messlatte lag dank des gigantischen Programmes, das uns dort geboten worden war, sehr hoch. Unser Programm für die Reunionäsen sollte dem natürlich ebenbürtig sein. Der größte Wunsch unserer Gäste war es, einmal Schnee zu sehen…
Und sie bekamen nicht nur Schnee, sondern ein ausgewachsenes Wintersportprogramm! Nachdem sich die Franzosen von der langen Reise etwas erholt hatten, gingen schon am ersten Wochenende viele deutsche Familien mit ihren Gästen rodeln.
Am Montag nach der Ankunft standen ein Empfang bei OB Moser und in der Schule auf dem Programm. Danach folgten die Gastschüler ihren Partnern in den Unterricht und stärkten sich anschließend in der Kantine. Der Nachmittag spielte sich in der Tanzschule Loring ab, wo Deutsche und Franzosen einen Gratistanzkurs erhielten und sich mit bayerischen Volkstänzen und kreolischem Sega prächtig amüsierten. An dieser Stelle auch nochmal herzlichen Dank an Herrn Loring dafür, dass er sofort bereit war, uns zu empfangen und unser Programm auf diese originelle Art zu bereichern! Eine Überraschung der besonderen Art hatten die Gäste zu diesem Anlass auch im Gepäck: sie sangen uns „Stern des Südens“ mit Enthusiasmus und in einwandfreiem Deutsch vor.
Der nächste Tag führte uns alle nach München. Dort zeigten wir unseren Gästen die Innenstadt, stiegen auf den Alten Peter und versäumten natürlich auch das Glockenspiel am neuen Rathaus nicht. Nach einer ausgedehnten Mittagspause fuhren wir auf dem Rückweg noch kurz im Olympiapark vorbei.
Da unsere Partner im Vorfeld auch Interesse an bayerischen Firmen geäußert hatten, bekamen sie am Mittwoch im Rahmen einer sehr kurzweiligen Führung bei Webasto interessante Einblicke in die Arbeit eines mittelständischen Betriebs geboten, durften in Luxusautos probesitzen und sich im Windkanal eine neue Frisur verpassen lassen. Hierfür herzlichen Dank an Herrn Reyser für die Organisation! Nachmittags wurde unser spezielles Wintersportprogramm im Deggendorfer Eisstadion fortgeführt. Obwohl unsere Gastschüler noch nie vorher beim Schlittschuhlaufen waren, meisterten sie auch diese neue Herausforderung, unterstützt von ihren deutschen Partnern, mit Bravour.
Am Donnerstag standen zunächst ein Besuch im X-Perium in Sankt Englmar und im Anschluss daran der Waldwipfelweg und das Haus am Kopf auf dem Programm. Auch diese „Bayerwaldfahrt“ fand bei unseren Gästen großen Anklang.
Um sich von all diesen „Strapazen“ etwas zu erholen, gingen die Franzosen am Freitagvormittag wieder mit ihren Partnern in den Unterricht und waren somit fit für den Höhepunkt der ersten Woche: in Osterhofen fand abends der Tanzabschlussball unserer 9+ und 10. Klassen statt. Da diese Tradition in Frankreich gänzlich unbekannt ist, war es für die französischen Schüler und Lehrer ein unvergessliches Erlebnis, zusammen mit den deutschen Freunden im festlichen Rahmen so richtig zu feiern!
Auch das Programm des Wochenendes scheint sehr abwechslungsreich gewesen zu sein. Berichten zufolge wurden in vielen Familien erneut alle möglichen Ausflüge in den Schnee, nach Passau und München oder ins Elypso unternommen.
Die zweite Woche startete mit einem Besuch bei den Glasbläsern in Bodenmais. Nachdem alle Souvenirs gekauft und sicher im Bus verstaut waren, machten sich fast 50 Schüler und insgesamt sieben Begleiter mit Schneeschuhen auf zur Chamer Schutzhütte. Bei herrlichem Sonnenschein wanderten wir knappe drei Stunden durch eine märchenhafte Winterkulisse zur Unterkunft, die wir dann ganz für uns allein hatten. Das hatte den Vorteil, dass sich niemand daran störte, als nach dem gemeinsamen Essen mit Musik für etwas Hüttengaudi gesorgt wurde.
Nach dem Frühstück und einer kurzen Einweisung durch unseren Guide Klaus vom SC Bodenmais, gaben wir unseren Schützlingen grünes Licht für die 9 km lange Schlittenabfahrt ins Tal. Die wenigen Wanderer und Langläufer, die uns unterwegs begegneten, waren sprachlos beim Anblick der großen Anzahl von Schülern, die ihnen da mit Begeisterung, aber dennoch diszipliniert entgegen rauschten.
Nach soviel Natur und Bewegung in der frischen Luft, gab es am Tag danach etwas Kultur. Die Fahrt zum Schloss Neuschwanstein ist zwar lang, lohnt sich aber zweifelsohne, zumal die meisten Gäste aus La Réunion wohl kaum je wieder die Gelegenheit haben werden, dieses so bekannte Bauwerk zu besichtigen.
Der letzte Ausflug führte die Franzosen nach Regensburg, wo sie an einer zweistündigen Stadtführung teilnahmen, die bravourös von einer unserer ehemaligen Schülerinnen gedolmetscht wurde. Herzlichen Dank, Amélie! Und als ob das Programm noch nicht turbulent und aufregend genug gewesen wäre, fiel dieser letzte Tag auch noch auf den Unsinnigen Donnerstag, so dass einige unserer Gastschüler und -lehrer auch noch in den Genuss des traditionellen Weiberfaschings kamen und ihre Gastfamilien in voller Verkleidung erleben durften… Ils sont fous, les Bavarois!
Leider gingen diese zwei aufregenden und intensiven Wochen mit unseren neuen Freunden viel zu schnell vorbei! Das Abschiedsfest, das am Freitagabend zusammen mit den Gastfamilien in der Schule stattfand, war dementsprechend von vielen widersprüchlichen Gefühlen begleitet: einerseits die Erleichterung bei den Gasteltern und Begleitlehrkräften darüber, dass alles so gut geklappt hatte und die Wintersportaktivitäten ohne Unfälle verlaufen waren. An dieser Stelle sei den Gasteltern nochmals ganz herzlich für ihr tolles Engagement gedankt, ohne das ein solcher Austausch nicht möglich wäre. Die französischen Schüler waren, ganz wie die deutschen Schüler drei Monate zuvor, angefüllt mit neuen Eindrücken und dankbar für die Erlebnisse bei uns. Gleichzeitig waren natürlich auch alle Beteiligten ein wenig traurig darüber, dass dieses Abenteuer nun wirklich vorbei ist und man die Partner aufgrund der Entfernung nicht mal schnell am Wochenende besuchen kann. Allerdings wurden beim Abschied schon fleißig Urlaubspläne geschmiedet und es wäre nicht überraschend, wenn La Réunion im kommenden Jahr ein Bestseller in Deggendorfer Reisebüros würde…
Als Fazit lässt sich feststellen, dass der Austausch ein voller Erfolg war und die weite Reise und der organisatorische Aufwand alle Mühen wert sind. Auf welch andere Art kann man Jugendlichen besser demonstrieren, wie wichtig das Erlernen moderner Fremdsprachen, wie großartig das Erkunden anderer Kulturen und wie erfüllend internationale Freundschaften sind? (Reyser)

Verfasser: Sigrun Reyser, 12.3.2019