ROKO. Mehr als Schule
50 Jahre ROKO - Festwoche Mo, 29.6. - Fr 3.7.2020

Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, email: Sekretariat@rokodeg.de

RoKo in China

„Brücken bauen“
…war auch heuer wieder das Motto für den Schüleraustausch zwischen dem Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf und der chinesischen Jiangyin Senior High School – und so machten sich 16 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften Rosemarie Wagner, Ingrid Naber und Birgit Harant auf den langen Weg nach Fernost – zum insgesamt 11. Mal seit 2001!
Dort in Shanghai angekommen wurden die Kochler sehr herzlich von ihren chinesischen Partnern empfangen und auf der vielstündigen Fahrt in die Partnerstadt Jiangyin – eine, für chinesische Verhältnisse, „Kleinstadt“ mit ca. 1,3 Millionen Einwohnern, wunderschön am Yangtse gelegen – von ihren neuen Freunden interviewt.
Schnell merkten die deutschen Schülerinnen und Schüler, wie sehr sich die deutsche von der chinesischen Kultur unterscheidet! Die chinesischen Schülerinnen und Schülern müssen nicht nur von 7 Uhr morgens bis abends gegen 17 Uhr in der Schule anwesend sein, auch bestimmte Zeremonien, wie der allwöchentliche Fahnenapell oder der Sportunterricht im Schulverbund, sind sehr ungewöhnlich. Durch ein breitgefächertes Besuchsprogramm konnte man neben der „eigenen“ Partnerschule auch andere Schularten wie z.B. chinesische Grundschulen besichtigen und dort mit den Chinesen gemeinsame Theateraufführungen und einen „Drachentanz“ durchführen, sich in Kalligraphie üben und chinesische Instrumente wie z.B. eine „Pipa“ (eine Art Gitarre) ausprobieren – und natürlich durften dabei auch nicht Gespräche zwischen Deutschen und Chinesen fehlen!
Abgerundet wurde dieses „schulische“ Programm durch die Besichtigung der Stadt Jiangyin (mit z.B. ihrem faszinierenden Hafengebiet am Yangtse, ihren Museen und ihren riesigen Parks) und den Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung. Hierbei hatten die chinesischen Gastgeber ein dichtgedrängtes, aber sehr abwechslungsreiches Programm erstellt, sodass die Zeit in Jiangyin wie im Flug verflog.
Nun hieß es Abschied nehmen und nach einer mit bayerischen und chinesischen Kulturbeiträgen gespickten Farewell-Party ging es auf zur letzten Etappe – in die Metropole Shanghai. Sie beeindruckte nicht nur mit ihren geschätzt 20 Millionen Einwohnern und Tausenden von Touristen – auch ihre weltberühmte Skyline, die man wunderschön während einer abendlichen Schifffahrt und von der Aussichtsplattform des weltberühmten „Pearl Tower“ sehen konnte – war bewundernswert!
Und dann waren die 14 Tage in China auch schon vorbei: Mit zahlreichen Gastgeschenken, vielen gekauften Souvenirs und voller Eindrücke im Gepäck – und natürlich auch voller Vorfreude auf den Gegenbesuch in 2020 - ging es dann via Dubai wieder zurück nach Deggendorf!

...in Shanghai angekommen
Verfasser: Birgit Harant,

In dulci jubilo

Weihnachtskonzert am RoKo vermittelt Freude am Fest des Herrn

Dass Weihnachten keine Jahreszeit, sondern ein Gefühl ist (und sogar noch viel mehr als das), das ist eine Weisheit, die in unseren Tagen leider weit weniger verbreitet ist als gemeinhin gut tun würde. Gut ist es deshalb umso mehr, wenn man Kinder hat, die eine Schule besuchen, an der sie mit Gefühlen durchaus etwas anzufangen wissen, wo Menschen sich begegnen anstatt aneinander vorbei zu leben und wo sogar schon die Siebtklässler wissen: „Weihnachten ist doch für uns da!“ Stellvertretend für ihre Jahrgangsstufe sowie für ihre ganze Schulfamilie führten Lana Hussein, Katharina Kroiss, Emma Rauh, Alexandra Renz und Moritz Bomhard (alle 7a) durch einen Abend, der den anwesenden Eltern, Familienangehörigen und Gästen aus dem öffentlichen Leben die Freude am Weihnachtsfest zu vermitteln wusste. Wer braucht schon Einkaufsstress, wer braucht schon altüberkommene Plattitüden über den künstlich generierten Weihnachtskonsum oder gar blanken Zynismus über unsere Rolle in der modernen Online-Gesellschaft – wenn man sich doch einfach in süßer Freude dem kleinen Sonnenschein zuwenden kann, der uns aus der Krippe ohne jeden Vorbehalt liebevoll anlächelt und uns so nimmt, wie wir halt nun mal sind?
Und damit auch wirklich jeder diese Botschaft nicht nur hört, sondern auch verstehen kann, wandten sich die vom Weihnachtsgeist gepackten Schulmusikanten in gleich mehreren Sprachen an ihr Publikum, sei es mit „Adiemus“ von Karl Jenkins, „The Polar Express“ von G. Ballard, mit dem französischen Volkslied „Il est né le divin enfant“ oder dem bairischen Stück „s’is Advent“ von L. Maierhofer. Das Hauptlied des Abends, das in mehreren Variationen dargebotene „In dulci jubilo“ (welches am Schluss nicht nur alle Musizierenden zusammen, sondern auch und sogar die Konzertbesucher mit anstimmten), wechselte zudem beständig zwischen Deutsch und Latein, was natürlich auch dem gymnasialen Charakter der „Kochler“ und ihrer Schule entgegenkam – einem Charakter, der ebenso wie bereits in den vergangenen Jahren für einen beeindruckenden Zulauf an Zuhörern sorgte: Die Aula mitsamt Erweiterungsräumen im Erdgeschoß und Brüstung im Obergeschoß platzte buchstäblich aus der allerletzten Naht.
Die knapp zweieinhalbstündige Einstimmung auf die heilige Zeit zeigte sich gewohnt abwechslungsreich auch hinsichtlich der daran beteiligten Gruppen; das Orchester spielte eine Sinfonie von G.B. Sammartini auf, der Unterstufenchor und die Junior Band gaben ihre schmissigen Weisen zum Besten, die Streicher- und die Bläserklasse riefen die bereits sprichwörtlich gewordenen „Kinderlein“ mit ihren Instrumenten zu einer weißen Weihnacht zusammen; der Lehrerchor, der Kammerchor und der Große Chor sangen von entsprungenen Rosen (nicht Rössern!), von sich noch immer ereignenden Wundern und dem Jubel der Engel. Das Kammerorchester, die Big Band und das Ensemble Q11/12 boten von Mozart bis Led Zeppelin ihren jeweiligen Beitrag zu einem „Stairway to Heaven“, den zu besteigen ein jeder von uns eingeladen ist.
Die Blumen zum Abschluss des rundum gelungenen Konzerts gab es schließlich für die verantwortlichen Musiklehrer Margit Kink, Isabella Wiedemann, Oliver Kellermeier, Mariusz Szyper und Andreas Stich, die sich nicht nur in wochenlanger Vorbereitungsarbeit für ihre Schülerinnen und Schüler eingesetzt hatten, sondern zusammen mit ihnen einmal mehr beweisen konnten, dass das Robert-Koch-Gymnasium weitaus mehr ist als nur eine notwendige Durchlaufstation zwischen Übertrittszeugnis und Studium. Denn wo Menschen einander begegnen, da ist nicht nur Friede, da ist auch Weihnachten.

Verfasser: Ernst Schütz,

“The American way of life“


Am 15. Oktober machten sich 15 Schüler und Schülerinnen mit den beiden Lehrkräften OStRin Claudia Leutschafft und StDin Petra Keller auf den Weg über den „großen Teich“. Um 7.00 am ging es in der Busbucht los. In Cedar Rapids, Iowa wurde man dann bereits sehnlichst von den Familien erwartet. Nach einem ersten gemeinsamen Abendessen in den Familien und eine durch den Jetlag für die wenigsten erholsame Nacht, traf man sich die ganze Gruppe am Mittwoch zu einem gemeinsamen Frühstück in der neuen Austauschschule des RoKos, der Clear Creek Amana High School.
Auf Grund von Elternsprechtagen und Konferenzen blieb es in der ersten Woche auch bei einem Schultag. Die dazugewonnenen freien Tage wurden mit einer Tour durch das Kinderkrankenhaus von Iowa City und einigen Freizeitaktivitäten mit allen Austauschschülern gestaltet. Natürlich kam das gegenseitige Ausfragen über die Kulturen und das Leben in den verschiedenen Ländern nicht zu kurz. Die zweite Woche war vor allem durch Ausflüge in die Hauptstadt Iowas, Des Moines, zu den Amana Colonies und ins African American Museum geprägt. In Des Monies war kulturtechnisch natürlich das Regierungsgebäude mit Senat und Repräsentantenhaus interessant. Aber auch für die Shopping-Begeisterten war die größte Mall Iowas ein Highlight. In den Amana Colonies konnte man sich das Leben deutscher Aussiedler früher anschauen. Allerdings siedelten die meisten vor 200 Jahren aus, so dass schon ein Unterschied zum modernen Deutschland erkennbar war. Durchaus auch sehenswert war das African American Museum, da es das Leben der schwarzen Bevölkerung von der Sklaverei bis jetzt zeigte. Ansonsten lernten wir das Leben in der Schule kennen.
Am Dienstag floss dann die eine oder andere Träne, als es um 9.30 Uhr auf Wiedersehen hieß. Nach einer sehr anstrengenden 4,5h Fahrt nach Chicago, bezogen wir erst unser Hotel. Doch nachdem wir den ersten Blick auf die Skyline warfen und am Navy Peer spazieren gingen, war die Busfahrt schon wieder vergessen. Als dann jeder die typische Chicago Pizza probiert hatte, legte sich jeder zufrieden schlafen. Am Tag darauf wurde der Plan, den Willis Tower zu erklimmen, durch miserables Wetter zunichte gemacht. Aber nach einer Erkundungstour in einem Partybus durch die Stadt, anschließenden Unterrichtsstunden in Mundharmonika spielen durch einen echten Blues-Musiker und einem Shopping-Nachmittag auf der Mag Mile war wieder jeder glücklich gestimmt. Am Abend ging es dann noch in ein Restaurant der besonderen Art. Nach der „sehr netten Begrüßung“ der Bedienung: „Shut up“ (dt. die sehr unhöfliche Form von: Könnten Sie bitte leise sein), wusste jeder von uns Schülern, dass wir von unseren Lehrkräften in ein Restaurant mit Show geschleift worden waren. Nach erster Skepsis, da die Bedienung doch eher unhöflich und sehr bestimmend war, hatte jeder seinen Spaß, als die Lehrerinnen genauso beschimpft wurden.
Tags drauf machte uns dann eine Schneefront wieder einen Strich durch die Rechnung das ehemals höchste Gebäude der Welt zu erkunden. Doch wir wurden mit einer geführten Tour durch die verschneite Stadt entschädigt. Am Abend sahen wir dann Chicago vorerst zum letzten Mal aus luftiger Höhe, um uns über den großen Teich zurück nach Bayern zu machen.

Philipp Schüßler, 10c

Vor dem Capitol in Des Moines
Ausprobieren bei der Ausstellung "Black Hair" im African American Museum
Halloween ist nicht mehr weit
Chicago am Abend- Hochhäuser spiegeln sich in der "Bean"
Unterwegs mit einem typischen Schulbus
Verfasser: Philipp Schüßler,

Umweltschule in Europa – Bayerischer Umweltminister zeichnet Roko aus

Regensburg/Deggendorf, 25.11.2019 – In der zweiten von drei Auszeichnungsveranstaltungen überreichte der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber den erfolgreichen Schulen Robert-Koch-Gymnasium, Aloys-Fischer- Schule und Staatliche Realschule Plattling die begehrte Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule für das Schuljahr 2018/2019“. Der bayerische Umweltminister betonte, dass junge Menschen gebraucht werden, um unsere Umwelt zu schützen und den Klimawandel erfolgreich zu bewältigen.
Das Robert-Koch-Gymnasium hat in dem Zusammenhang gleich doppelt Grund zur Freude: Einerseits über diese besondere Art der Ehrung des Engagements der gesamten Schulfamilie und andererseits über die weiten Kreise, die das Anliegen „Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ mittlerweile zieht, ein Anliegen, das am Roko schon seit Jahren unter dem Motto „Nachhaltig handeln – Solidarität zeigen“ fester Bestandteil des Schulprofils ist. Dem Robert-Koch-Gymnasium wird die Auszeichnung „Umweltschule in Europa 2019“ für die „fair future“ Projekte zu den Themen Mikroplastik, artgerechte Tierhaltung, Umgang mit Rassismus im Alltag und die Zusammenarbeit mit dem Donau-Isar-Klinikum im Besuchsprojekt für alte Menschen „Z´amm kemma“ verliehen. Die kritische Jury um Birgit Feldman interessierte dabei auch die Öffentlichkeitswirkung der Projektergebnisse; ein Aspekt, bei dem das Roko mit der abendfüllenden „fair future Gala“, unterstützt durch die akrobatischen Auftritte der Showturngruppe, besonders gut abschnitt. Die Turner von StDin Angela Fürstenau studierten für die vierte „fair future“ Gala wieder eine beeindruckende Choreographie ein, die das dringende Anliegen des Abends: „Weltverbesserung“ dramatisch atmosphärisch unterstrich.
Der Umweltminister brachte es bei der Ehrung der Umweltschulen auf den Punkt: Nur wenn alle zusammenarbeiten, können die Herausforderungen des Klimawandels gemeistert werden. Die Schüler seien ein Vorbild, deren Engagement Mut macht.

Die Preisträger aus dem Landkreis Deggendorf.
Verfasser: Sonja Würf,

Das Glück ins Gesicht geschrieben

12. Jahrgangsstufe der „Kochler“ gibt ihre Seminararbeiten ab

Gerhard Polt war zwar kein Mathematiker, sondern eigentlich (man mag es kaum glauben) gelernter Skandinavist, aber seine bekannte Gleichung „Brot + Zeit = Brotzeit“ wirkt dennoch befruchtend bis heute. Offensichtlich ist sie auch den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten des Robert-Koch-Gymnasiums nicht ganz unbekannt, ist ihr Erinnerungsfoto nach Abgabe der Seminararbeit doch nichts anderes als die bildliche Umsetzung der Analogformel „Froh + Sinn = Frohsinn“. Und dass die Seminararbeit ein sinnvolles Unterfangen darstellt, steht für den eingefleischten Kochler natürlich außer Frage: Nicht nur bereitet sie durch das Erlernen wissenschaftlicher Arbeitsweisen auf die Hochschule eigener Wahl vor, sondern vermittelt akademische Tugenden wie Zielstrebigkeit, Strukturierung und Ausdauer – und wo es manchmal nicht ganz so glatt läuft, greift dann eben die angewandte Kompetenzkompensationskompetenz. Grund zur Freude bleibt die Abgabe der Arbeit indes allemal! Wir gratulieren ebenfalls recht herzlich.

Verfasser: Ernst Schütz,